Warum sollte man sich von alten Heizgeräten trennen ?

Diese Frage kann ich Ihnen sehr leicht beantworten.

  • Die Verbraucherzentralen behaupten, dass ein Wärmeerzeuger nach 15 Jahren nicht mehr zeitgemäß ist. Dieser Meinung kann ich nur begrenzt zustimmen, da es auch schon vor 15 Jahren Brennwertheizgeräte gab.
  • Warum bezahlen Sie den Gaspreis für eine Technik, die sie nicht nutzen können, wenn Sie ein Heizwertgerät besitzen.
  • Sollten Sie sich jetzt zu einem neuen Heizgerät entschließen, investieren Sie gleich in eine Technik für die Sie auch den Gaspreis bezahlen.
  • Die Gasversorger wurden dazu gezwungen die Abrechnung von Kubikmeter auf kWh umzustellen.
  • Auch wir Installateure nutzen diese Formel um die Wärmebelastung Ihres Gerätes zu überprüfen, wir nutzen dazu jedoch den Heizwert des Gases und nicht den Brennwert.

Nun benötigten Sie etwas Hintergrundwissen .

Heizwert:

    Der Heizwert eines Brennstoffes ist die, bei der Verbrennung abgegebene Energie, wenn das Verbrennungsprodukt gasförmig vorliegt. Das heißt, hier entsteht Abgas, dass über den Schornstein auch gasförmig ins Freie gelangen sollte.

Brennwert:

Der Brennwert eines Brennstoffes ist die, bei der Verbrennung abgegebene Energie, wenn das Verbrennungsprodukt flüssig vorliegt. Hier entsteht im Wärmetauscher Kondensat, welches flüssig abgeleitet wird. Bei Gas ist es ausschließlich Kohlensäure.

Dies bedeutet, dass im Abgas noch Energie gebunden ist, die vom Heizwertgerät nicht genutzt wird.

Auf der Gasrechnung wird jedoch der Brennwert des Gases in Rechnung gestellt und nicht der Heizwert.

Für Berlin wurde im Jahr 2003 ein Brennwert von 11,151 kWh/m³ zu Grunde gelegt.

Sollten Sie noch Besitzer eines Heizwertgerätes sein, so wie ca. 70% aller Gasnutzer, haben Sie ca. 1,2 kWh je 1 m³ Gas ungenutzt durch den Schornstein geschickt.

Da der Heizwert in Berlin mit ca. 10 kWh/m³ angegeben wird, müssen Sie die restliche Energie für die Beheizung des Schornsteins investieren.

Viele Verbraucher scheuen bei Neuanschaffungen einer Gasheizung die Umstellung auf ein Brennwertgerät, da hierbei immer eine Schornsteinsanierung erforderlich wird.

Eines der Verkaufsargumente für neue Heizwertgeräte ist oft - wir können es ja erst einmal ohne Schornsteinsanierung versuchen. Nach einigen Jahren stellt dann der Schornsteinfeger eine Versottung (Durchfeuchtung) fest. Nun ist der Zeitpunkt für die Sanierung gekommen.

Sie waren bis dahin der Meinung Ihr Heizwertgerät war günstig. Doch jetzt kommen noch die Kosten für die Schornsteinsanierung.

Wenn man nun die beiden Rechnungen zusammenzieht, stellt man fest, dass das damalige Angebot für das komplette Brennwertgerät mit Schornsteinarbeiten doch billiger war.

Die geringeren Abgasverluste wurden von den Herstellern für die Heizwertgeräte erbracht. Dies ging jedoch auf Kosten der Abgastemperatur. Bei hohen Schornsteinen und geringer Laufzeit der Geräte werden die Mauern nicht mehr ausreichend erwärmt. Der im Abgas enthaltene Wasserdampf schlägt sich an den Schornsteinwänden nieder und schädigt das Bauwerk.

Zusätzlich sind heute die Kohlendioxidkonzentrationen im Abgas höher, was zu einer negativen Verschiebung des Taupunktes führt.